Sprüche über Tradition
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Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.
— George Bernard Shaw
Der echte Revolutionär rebelliert nicht gegen Mißbräuche, sondern gegen Bräuche.
— José Ortega y Gasset
Es ist die Natur der Parteien, ihre ursprünglichen Feindschaften weit fester zu bewahren als ihre ursprünglichen Grundsätze.
— Thomas Babington Macaulay
Es gibt Menschen, die immer in Biedermeiertracht herumlaufen sollten.
— Jakob Bosshart
Versagen war stets Frauensitte, doch lieben sie, dass man sie bitte.
— Bernhard Freidank
Alle haben wir die Neigung, uns zum Sklaven der Stunde und der Überlieferung zu machen.
— Theodor Fontane
Vergesst nie, dass auch euer Tun einmal Tradition wird.
— Paul von Beneckendorff und Hindenburg
Jede Generation trägt ihre Zukunft und ihre Geschichte unbewusst und im vorhinein in sich.
— Hippolyte Taine
Die Vernunft, wenn sie wirksam werden will, muss die Form der Tradition annehmen, denn keine Lehre kann tätig eingreifen, bevor sie blind geworden.
— Hippolyte Taine
Geschichte: Eine Mischung aus dem Erbgut der Kultur und der Erblast Politik.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Jedes Zeitalter schlägt von der hinter ihm liegenden Literatur anderer Bücher auf und andere zu, lernt Vergessenes wieder und vergisst Erlerntes.
— August Pauly
Eine festverwurzelte Dynastie wird großen Staatsmännern zu einer langdauernden Tätigkeit verhelfen.
— Friedrich Paulsen
Die Leidenschaften ändern sich nicht, aber Sitte, Brauch und Meinung ändern sich
— Charles Joseph Fürst von Ligne
Mancher traditionelle Gedanke kommt uns glaubhaft vor, weil wir ihn nie ernstlich angesehen haben.
— Richard Rothe
Man behält immer die Spuren seiner Abstammung
— Ernest Renan
Im Wein ist Wahrheit, und mit beiden pflegt man anzustoßen.
— Peter Sirius
Eine Zierde zwar ist das Alter des Geschlechts, aber eigentlich doch nur eine Aufforderung, den Ahnen ähnlich zu werden.
— Ulrich von Hutten
Ich liebe alles, was alt: Alte Freunde, Zeiten, Bräuche, Bücher und Weine.
— Oliver Goldsmith
Wenn die Henne kräht vor dem Hahn und das Weib redet vor dem Mann, so soll man die Henne braten und das Weib mit Prügeln beraten.
Das Volk, welches seine Vergangenheit von sich wirft, entblößt seine feinsten Lebensnerven allen Stürmen der wetterwendischen Zukunft.
— Johann Joseph von Görres