Sprüche über Tränen
158 Sprüche — Seite 6
Was einer ist, was einer war, beim Scheiden wird es offenbar. Wir hören's nicht, wenn Gottes Weise summt, wir schaudern erst, wenn sie verstummt
— Hans Carossa
Wenn man seit seiner Kindheit nicht mehr weinen konnte, können die neugewonnenen Tränen Tau und fruchtbarer Regen für die vom Austrocknen bedrohte Seele sein.
Gefühllosigkeit der Trauer vorziehen, bedeutet aktive Gesundheitshemmung zu betreiben.
Einer nach dem anderen geht heim. Unfruchtbare Tränen weinen wir ihnen nach, bis auch wir abgehn.
— Christian Johann Heinrich Heine
Gar mancher schleicht betrübt umher; sein Knopfloch ist so öd und leer.
— Wilhelm Busch
Die Tränen lassen nichts gelingen. Wer schaffen will, muss fröhlich sein.
— Theodor Fontane
Solange sie Tränen hat, bekommt die Frau ihren Willen.
Man muss die Menschen bei ihrer Geburt beweinen, nicht bei ihrem Tode.
— Blaise Pascal
Geld macht nicht glücklich, aber es weint sich leichter.
Tränen sind wie Perlen. Man weiß nie, ob sie echt sind.
Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.
Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne, und jeder weint eigentlich für sich selbst
— Christian Johann Heinrich Heine
Und die Sonne trug Trauer, vom Himmel fielen Tränen, der Wind schwieg und die Tiere verstummten, denn es war ein Engel, der in Liebe starb.
Natürliche Trauer verlangt nach außen geweinte Tränen.
Die Tränen einer Witwe werden vom ersten Wind getrocknet
Frauentränen kosten nichts und bringen viel ein.
Man möchte weinen, wenn man sieht, dass dies das Ende von dem Lied.
— Wilhelm Busch
Ein Mann muss scheiden, eh ins Aug ihm die Tränen treten.
— Christian Friedrich Hebbel
Von dir, oh Liebe, nehm ich an den Kelch der bittern Leiden; Nur einen Tropfen dann und wann, nur einen deiner Freuden! So wird dein Kelch, oh Liebe, mir wie Feuerbecher glänzen; Auch unter Tränen …
— Johann Georg Jacobi
Die Tränen sind des Schmerzes heilig Recht
— Franz Grillparzer