Sprüche und Zitate von Paul Johann Ludwig von Heyse
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Im Weine wie spiegelt die Welt sich so schön! Wer fastet und klügelt, wird`s nimmer verstehn. Drum Flaschen entsiegelt und Herzen entzügelt und Geister beflügelt zu himmlischen Höhn!
"Freund in der Not" will nicht viel heißen; hilfreich möchte sich mancher erweisen. Aber die neidlos ein Glück dir gönnen, sie darfst du wahrlich "Freunde" nennen.
Wer sich an andere hält, dem wankt die Welt. Wer auf sich selber ruht, steht gut.
Die Seele der Frau ist unergründlich und unerforschlich. Vor allem jedoch unerfindlich.
Soll das kurze Menschenleben immer reife Frucht dir geben, mußt du jung dich zu den Alten, alternd dich zur Jugend halten.
Dilettant heißt der kuriose Mann, der findet sein Vergnügen dran, etwas zu machen, was er nicht kann.
Wenn sich die Sprüche widersprechen, ist's eine Tugend und kein Verbrechen. Du lernst nur wieder von Blatt zu Blatt, dass jedes Ding zwei Seiten hat.
Vernunft ist Begabung, Dummheit Veranlagung.
So weich und warm hegt Dich kein Arm, wie Dich der Mutter Arm umfängt. Nie findest Du so süße Ruh als wenn Dein Aug' an ihrem häüngt.
Dem Dank entfliehen, verrät ein Herz, dem Danken Mühe macht.