Sprüche über Mitleid
162 Sprüche — Seite 7
Gute Taten werden hauptsächlich von Männern gepredigt und von Frauen getan.
Kein Wort und keine Tat vergehen. Alles bleibt und trägt Frucht.
— Carl Hilty
Die erste Gunst ist Gunst, die zweite schon Verpflichtung.
Die Großmut muss eine beständige Eigenschaft der Seele sein und ihr nicht bloß ruckweise entfahren.
— Gotthold Ephraim Lessing
Wer die Tür nicht auftut, um Almosen zu geben, wird sie für den Arzt aufmachen.
Wir haben alle Kraft genug, um die Leiden anderer zu ertragen.
— François de la Rochefoucauld
Es ist die größte Lust des Lebens, anderen die Last des Lebens zu erleichtern.
— Paul Keller
Hab ein Wort auch für andre in Sorg' und in Pein und sag, was dich selber so fröhlich lässt sein.
— Cäsar Flaischlen
Wer sich dem Selbstmitleid ergibt, kann auch nur von dieser Seite Sympathie erwarten.
— Benjamin Franklin
Die menschliche Sprache ist wie eine gesprungene Kesselpauke, mit deren Tönen wir Bären zum Tanzen bringen, während wir uns immer nur danach sehnen, das Mitleid der Sterne zu wecken.
— Gustave Flaubert
Die Bedrohung durch den Stärksten bewirkt bei mir, dass ich mich auf die Seite des Schwächeren stelle.
— Francois René de Chateaubriand
Erwarte alles vom Mitleid, nur keine Hilfe.
— Emanuel Wertheimer
Ungebeten spontan geäußerter Rat als Reaktion auf eine Schreckensnachricht vertreibt Mitgefühl und Trost.
— Else Pannek
Mit Menschen in Not soll man nicht diskutieren; man soll ihnen helfen.
— Dr. Carl Sonnenschein
Der Zartfühlende vermeidet den Anblick fremden Leides, dem er nicht helfen kann, während der rohe Naturmensch es um dieser egoistischen Lust willen aufsucht.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Gute Taten sind oft nur Kinder der Reue.
— Peter Sirius
Könnte ich unsterblich sein, so wünschte ich es nur, um Unglückliche zu unterstützen.
— Maria Theresia von Österreich
Zwei Wurzeln aller Tugend muss ich loben: Mitleid nach unten, Pietät nach oben.
— Victor Blüthgen
Das Glück ist zum Teilen gemacht
— Jean Racine
Niemand ist aus Bigotterie gut, denn dies verleitet ebenso leicht zur Härte. Aber das gute Herz wählt sich diesen Schleier, um ungesehen zu handeln.
— Sophie Mereau