Sprüche über Herz
796 Sprüche — Seite 12
Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst
— Christian Morgenstern
Gib dein Herz als eine Krone, gib es einem, der dich liebt, gib es auch nur dem zum Lohne, der dafür das seine gibt.
Die Ruhe ist die natürliche Stimmung eines wohl geregelten, mit sich einigen Herzens.
— Wilhelm von Humboldt
Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht, hört und weiß, die Farbe.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Mit vielen teile deine Freuden, mit einigen nur Lust und Scherz, mit wenig Edlen deine Leiden, mit Auserwählten nur dein Herz.
Wenn ein Buch weder dem Geist zu nützlichen Betrachtungen, noch dem Herzen zu guten Entschließungen Gelegenheit gibt, ist es ein unnützes Buch.
— Gotthold Ephraim Lessing
Wenn Gott einen Hund misst, zieht er ein Band um das Herz statt um den Kopf.
Gar oft verbirgt sich in groben Hosen ein in sie gefallenes Herz
— Alexander Roda Roda
Die beste Amme ersetzt keine Mutter
Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt - der hat wohl Nerven, aber - Herz hat er n …
— Bertha Freifrau von Suttner
Tränen fallen in mein Herz, wie der Regen auf die Stadt.
— Paul Verlaine
Gott sieht das Herz an.
Wenn Kopf und Herz sich widersprach, tät doch das Herz zuletzt entscheiden. Der arme Kopf gibt immer nach; er ist der Klügere von beiden.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Dem Landmann tut's das Herz zerreissen, sieht er das Huhn aufs Sofa scheißen
Ein Herz muß dann und wann an seinem Glück sich laben, es muß der Liebe viel und etwas Frohsinn haben.
Die Herzen sind so ungleich wie die Gesichter.
Wenn euch eine Lektüre das Herz erhebt, wenn sie euch zu edlen, tapfernen Empfindungen erfreut, dann braucht ihr kein weiteres Kriterium: das Werk ist gut
— Jean de la Bruyère
Die Unabhängigkeit und Freiheit der Menschen beruht weniger auf der Kraft der Arme als auf der Mäßigung der Herzen. Wer wenig begehrt, hängt von wenigem ab.
— Jean-Jacques Rousseau
Wie Fackeln und Feuerwerk vor der Sonne blass und unscheinbar werden, so wird sowohl Schönheit als Geist, ja Genie, überstrahlt von der Güte des Herzens.
— Arthur Schopenhauer
Wer trüge wohl des Lebens Bürden, die bald mit ihrem dumpfen Harm ein schwaches Herz erdrücken würden, gäb uns die Freundschaft nicht den Arm!
— Christoph A. Tiedge