Sprüche über Gegenwart
142 Sprüche — Seite 7
Das Jahrhundert der Flugzeuge hat ein Recht zu seiner eigenen Musik.
— Claude Debussy
Wir leben in einer Welt wachsender Gefahren, aber wir leben auch in einer Zeit wachsender Chancen.
— Nikolaus B. Enkelmann
Kein Mensch, der über die Vergangenheit genau Bescheid weiß, wird die Gegenwart düster oder verzagt sehen.
— Thomas Babington Macaulay
Der Geist bleibt keineswegs auf die Gegenwart beschränkt; er wagt sich ins Zukünftige.
— Conrad Ferdinand Meyer
Wer sich hermetisch in gegenwärtiges oder vergangenes Glück einschließt, wird auch an ihm alt und grau.
— Prentice Mulford
Man kann sich Vergangenes oder Zukünftiges wünschen; aber man muss das Gegenwärtige nutzen.
— Francesco Petrarca
Wie gut man's hat, ist schwerer zu erkennen, als wie gut man's hatte.
— Otto Weiss
Die Vertrauensseligen der Gegenwart sind die Misstrauischen der Zukunft.
— Otto Weiss
Der Dichter ist das innerste Zentrum des Lebens seines Zeitalters.
— James Joyce
Wohl dem, der die Gegenwart als liebe Fortsetzung seiner Erinnerungen, als Richtschnur und Bürgschaft der Zukunft genießt.
— Theodor Toeche-Mittler
Von dem, was man heute an den Universitäten denkt, hängt ab, was morgen auf den Plätzen gelebt wird.
— José Ortega y Gasset
Es gibt für den Sterblichen kein Zurück; auch nicht eine Minute kehrt in gleicher Weise wieder.
— Sophie Alberti
Esoterik: Früher wartete man ein Leben lang aufs Jenseits, heute will man es schon im Diesseits.
— Henriette Wilhelmine Hanke
In jedem Leben gibt es Augenblicke, in welchen die Gegenwart mächtiger wirkt als die Vergangenheit und Zukunft.
— Karoline Friederike Louise M. von Günderrode
Jeder Mensch wird von seiner Zeit verschwemmt, von allen, die mit ihm leben. Nur auftauchen kann das bißchen Bessere im Charakter.
— Rahel Varnhagen von Ense
Die moderne Zeit liefert uns tausend Bequemlichkeiten, aber keinen einzigen warmen Platz für die Seele.
— August Pauly
Schichtenweise liegen die Schicksale der Menschen übereinander und bauen die Zeiten auf.
— August Pauly
Der moderne Mensch hat seine Körperoberfläche so sehr vergessen, dass ihm seine Kleider besser gefallen, als seine Haut.
— August Pauly
Die Dankbarkeit der Völker ehrt nur die Toten, selten die Lebenden.
— Theresa Keiter
»Für Geld die Welt!« Es liegt wenigstens guter, deutscher Reim und der Ausdruck unserer modernen Zeit darin.
— Heinrich Martin