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Sprüche und Zitate von Franz Emanuel August Geibel

38 Zitate — Seite 2

  1. An anderer Pech sich zu erfreuen hilft das eigene Glück erneuen.

  2. Glücklich, wem die Tage fließen, wechselnd zwischen Freud und Leid, zwischen Schaffen und Genießen, zwischen Welt und Einsamkeit.

  3. Nimmer begreift der Gesunde die Krankheit, nimmer die Jugend, dass ihr reiches Gemüt je zu verarmen vermag.

  4. Recht zu trinken ist auch eine Kunst, die nicht jeglicher weiß zu fassen. Du sollst den Wein in dir walten lassen, aber als Feuer, nicht als Dunst!

  5. So ist der Tod auch ein Bad nur. Aber drüben am anderen Ufer liegt uns bereitet ein neu Gewand.

  6. Willst du Großes, lass das Zagen, tu's nach kühner Schwimmer Brauch! Rüstig gilt's die Flut zu schlagen, doch es trägt die Flut dich auch!

  7. Des Schülers Kraft entzündet sich am Meister - doch schürt sein jugendlicher Hauch zum Dank des Meisters Feuer auch.

  8. Jede sprossende Pflanze, die mit Düften sich füllt, trägt im Kelche das ganze Weltgeheimnis verhüllt.

  9. Das ist die klarste Kritik der Welt, wenn neben das, was ihm missfällt, einer was Eigenes, Besseres stellt

  10. Wenn etwas gewaltiger ist als das Schicksal, so ist es der Mut, der es unerschüttert trägt.

  11. Der Maulwurf hört in seinem Loch ein Lerchenlied erklingen und denkt bei sich: Wie sinnlos ist's zu fliegen und zu singen!

  12. Sorgen sind meist von der Nesseln Art, sie brennen, rührst du sie zart; fasse sie nur an herzhaft, so ist der Griff nicht schmerzhaft.

  13. Nur wer verzagend das Steuer loslässt, ist im Sturm verloren

  14. Andere Leute sind hungrig, aber ein Künstlergemüt ist ewig durstig.

  15. Lorbeer ist ein bittres Blatt, dem, der es sucht, und dem, der's hat.

  16. Mit Koffern, Schachteln, Reisesäcken dein Glück zu suchen ziehst du aus? Freund, nimm den leichten Wanderstecken, du bringst es wahrlich eh'r nach Haus.

  17. Bei der Arbeit recht Beginnen, beim Genießen rechter Schluss!

  18. Die Pferde rennen nach dem Lohn, und die Esel erhalten ihn.