Sprüche und Zitate von Bernhard Freidank
50 Zitate — Seite 2
Der Rost frisst Stahl und Eisen, die Sorge frisst den Weisen
Hunger ist der beste Koch, aber er hat nichts zu essen
Maßlose Eile schaden tut, maßvolle Weile, die ist gut.
Mein Herz im Traume Wunder sieht, was nie geschah und nie geschieht
Wir wünschen Alter alle Tage, und kommt es, hört man nichts als Klage.
Wer sich vom Wolfe Rat lässt geben, dessen Schafen geht's ans Leben.
Ging ein Hund tausend Stund zur Kirche, er wär doch ein Hund.
Wenn beim rechten Handeln nicht mehr anden Erfolg gedacht wird, schwinden Ehrgeiz und Zorn.
Gar oft weint man im Herzensgrund, wo doch lachen muss der Mund.
Der neue Besen kehrt gut, bevor er voll Staub ist
Gar oft ist ohne Recht zerronnen, was ohne Recht man hat gewonnen.
Glück ist recht wie ein Ball; Wer steiget, soll fürchten den Fall.
Wie groß auch eine Missetat, Gott dennoch größre Gnade hat.
Gott dienen mit beständ'gem Sinn ist aller Weisheit Anbeginn.
Es badet sich die Kräh mit allem Fleiß und kann doch niemals werden weiß.
Auf Erden nichts geschaffen ist, was hat Bestand für lange Frist.
Wenn du dich geirrt hast, so schäme dich nicht, es besser zu machen.
Das schlimmste Glied, das Menschen tragen, ist die Zunge, hör' ich sagen.
Wer seinen Mund in Gewalt, der wird in Ehren werden alt!
Der Jungen Lob wird's mehren, wenn sie das Alter ehren; doch große Tugend ist's der Alten, der Jugend was zu gut zu halten.