Sprüche über Angeberei
76 Sprüche — Seite 3
Wie schnell endlich stürzt unter einem Nachfolger das bodenlose Gebäude zusammen, welches sein größerer Vorgänger zu rasch und prunkend, mehr zu den Zwecken seiner eigenen Phantasie als für die Dauer …
— Johann Georg Adam Forster
Zu jeder Zeit geht unter, was niedrig ist und faul. Stillschweigend schafft der Meister, der Stümper braucht das Maul.
— Carl Spitteler
Mit einflussreichen Beziehungen zu prahlen, das sollte man jenen überlassen, die keine haben.
— Otto Weiss
Der Angeber kauft zuerst die Sporen und dann das Pferd.
Eigenliebe ist oft eher arrogant als blind. Sie verbirgt nicht unsere Fehler vor uns, sondern macht uns glauben, dass sie von anderen nicht bemerkt werden.
— Samuel Johnson
Tadle nicht und rühme dich nicht, bis anderthalb Jahre verflossen sind.
Erfolg steigt erst dann zu Kopfe, wenn der dazu benötigte Hohlraum vorhanden ist.
— Karl Kraus
Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.
— Publius Syrus
Narren brüsten sich laut und bringen ihr Wissen zu Markte, doch der höhere Geist schweigt und verwendet die Kraft.
— Heinrich Martin
Titel sind Schall und Rauch, Kronen sind nichtige Dinge.
Wer sich der Weisheit rühmet, der prahlt mit einem Licht, das er nicht hat, denn Weisheit, die wahre, rühmt sich nicht.
— Friedrich Julius Hammer
Sage nie, dass du etwas geben wirst. Denn wer so spricht, gibt nichts und verhindert die Gaben anderer.
— Philemon
Es gibt kein Geheimnis über den Erfolg. Kennen Sie einen erfolgreichen Menschen, der Ihnen nichts darüber erzählt hat?
— Kin Hubbard
Die Kunst besteht darin, nichts zu tun, aber unersetzlich zu wirken.
— Kin Hubbard
Die Krankheit ehrlicher Männer ist, sich für unentbehrlich zu halten.
— Friedrich Christoph Dahlmann
Welche Triebkraft muss doch die Eitelkeit haben, dass sie die Menschen so groß von sich selbst denken lässt, da doch alles in der Welt uns klein zu machen geeignet ist.
— August Pauly
Koketterie in der Liebe ist ein Grillenspiel des Herzens mit verschrobenen Sinnen.
— Heinrich Martin
Edler Stolz erkennt sich selbst; Hochmut sieht nur die Gebrechen anderer.
— Heinrich Martin
Solche, die sich niemand aufdrängen, nennt man nicht etwa bescheiden, sondern hochmütig.
— Otto Weiss
Gefährlich wird die Halbbildung erst dann, wenn sie ihre eigene Natur als Bruchteil verkennt und sich hochmütig einbildet, bereits Bildung geworden zu sein.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch