Der gesunde Menschenverstand ist blind sowohl für das äußerst Böse wie für das höchst Gute.
Sprüche und Zitate von Karl Theodor Jaspers
23 Zitate
Deutscher Psychiater, wurde später Schweizer Staatsbürger, erhielt 1953 die Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg, 1958 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Der Krieg ist in wachsendem Umfang kein Kampf mehr, sondern ein Ausrotten durch Technik.
Die Demokratie setzt die Vernunft im Volk voraus, die sie erst hervorbringen soll.
Die Menschen werden besser, wenn man Besseres von Ihnen erwartet und wenn man mit ihnen umgeht, als seien sie schon besser
Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.
Bildung ist der Boden, den jeder Einzelne zu erwerben und neu zu bestellen hat
Macht hat Legitimität nur im Dienst der Vernunft. Allein von hier bezieht sie ihren Sinn. An sich ist sie böse
Vernunft ist die sanfte Gewalt, die allem, und selbst der Gewalt, Grenze und Maß setzt.
Der Mensch steht heute vor der Alternative: Untergang des Menschen oder Wandlung des Menschen.
Heimat ist da, wo wir verstehen und verstanden werden.
Eine über die Gleichheit der Chance hinausgehende Gleichmachung der Menschen ist die höchste Ungerechtigkeit.
In der Unendlichkeit des geliebten Individuums wird die Welt offenbar.
Wir sind sterblich, wo wir lieblos sind; unsterblich, wo wir lieben.
Die Menschen zu Freiheit zu bringen, das heißt, sie zum Miteinanderreden zu bringen.
In einer Welt, die allem fragwürdig geworden ist, suchen wir philosophierend die Richtung zu halten, ohne das Ziel zu kennen.
Der Fortschrittsgedanke der Zivilisation hat sich als ein Übermut des Menschen entschleiert
Ehe ist vielfach nur der Kontrakt, auf dessen Bruch die Unterhaltspflicht als Konventionalstrafe steht.
Die Frage des Friedens ist nicht zuerst eine Frage an die Welt, sondern für jeden an sich selbst
Die Zukunft ist als Raum der Möglichkeiten der Raum unserer Freiheit.
Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verläßlich, am wenigsten in größter Not.