Willst du klug durchs Leben wandern, prüfe andre, doch auch dich! Jeder täuscht gar mal den Andern, doch am liebsten jeder sich.
Sprüche und Zitate von Friedrich von Bodenstedt
43 Zitate
Deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Kulturhistoriker
Wenn jemand schlecht von deinem Freunde spricht, und scheint er noch so ehrlich, glaub ihm nicht. Spricht alle Welt von deinem Freunde schlecht, mißtrau der Welt und gib dem Freunde recht. Nur wer so standhaft seine …
Wo Edles und Gemeines sich bekriegen, wird nur zu häufig das Gemeine siegen, weil ihm das schlechteste Mittel nicht zu schlecht ist, sein Ziel der Vorteil nur und nicht das Recht ist.
Der beste Mensch wird manchmal zornig, kein Liebespaar kann immer kosen. Die schönsten Rosen selbst sind dornig, doch schlimm sind Dornen ohne Rosen.
Wer über andre Schlechtes hört, soll es nicht weiter noch verkünden. Gar leicht wird Menschenglück zerstört, doch schwer ist Menschenglück zu gründen.
Zürnt, Freunde nicht, wenn Spötter euch verlachen, erwidert lächelnd ihren Spott, und wisst: Der Spötter Witz kann nichts verächtlich machen, was wirklich nicht verächtlich ist.
Nur eine Weisheit führt zum Ziele, doch ihre Sprüche gibt es viele.
Wer sich beurteilt nur nach sich, gelangt zu falschen Schlüssen; du selbst erkennst so wenig dich, als du dich selbst kannst küssen.
Der kluge Mann greift nicht nach dem Fernen, um Nahes zu finden. Und seine Hand greift nicht nach den Sternen, um Licht anzuzünden.
Wohl oft fand ich, was Aug' und Herz ergötzte, doch nie, was meine Heimat mir ersetzte.
Gar mancher kommt trotz vielem Lesen mit dem Verständnis in die Brüche. Wohl hat er die Sprüche der Weisheit gelesen, doch nicht verstanden die Weisheit der Sprüche.
Gewiss ist es, dass eine einzige Stunde vertraulicher Mitteilung zwei fremde Menschen einander näher bringt als ganze Jahre gewöhnlichen Beisammenlebens.
Da in der Achtung dieser Welt so mancher Wicht wird hochgestellt, gilt mir nur der als rechter Mann, der ehrlich selbst sich achten kann.
Die schlimmsten Schmerzen sind auf Erden, die ausgeweint und ausgeschwiegen werden.
Von Vergnügen zu Vergnügen rastlos eilen hin und her, ist ein eitles Selbstbetrügen und bald kein Vergnügen mehr.
Magst du die Lüge noch so gut in das Gewand der Wahrheit kleiden, - der Dümmste ist nicht dumm genug, um beides nicht zu unterscheiden
Zweierlei lass dir gesagt sein, willst du stets in Weisheit wandeln und von Torheit nie geplagt sein: Lass das Glück nie deine Herrin, nie das Unglück deine Magd sein!
Der Rose süßer Duft genügt, man braucht sie nicht zu brechen. Und wer sich mit dem Duft begnügt, den wird ihr Dorn nicht stechen.
Ist nicht im Innern Sonnenschein, von außen kommt er nicht hinein.
Drückt uns oft die Sorge bleiern in des Tagwerks schwerem Gang, lasst uns froh am Abend feiern, denn das Leben währt nicht lang!