Ergreifend, wie wenig diejenigen um ihr Leben zittern, deren Tod eine Welt ärmer macht.
Sprüche und Zitate von Emil Gött
33 Zitate
Deutscher Schriftsteller
Schwester Ruhe schöpft mehr klares Wasser aus dem Quell mit einem Löffel, als Bruder Sturm mit einem Kruge.
Eine fast widerliche Eigenschaft des Mannes ist, dass er mit schnellfertiger Verachtung vom Weibe all die Tugenden verlangt, die er selbst an sich ersehnt.
Das Leben ist schwer. Ein Grund mehr, es auf die leichte Schulter zu nehmen.
Wenn ein Künstler seine herrlichen Gaben versäuft und verludert, nennt man's geniales Leben, der Schreiner, der seinen Hobel vertrinkt, ist dagegen ein Lump.
Wo die Nächstenliebe nur darin besteht, nichts Böses zu tun, ist sie von der Faulheit kaum zu unterscheiden
Man merkt leider immer zu spät, dass die Menschen nicht belehrt, sondern unterhalten sein wollen.
Seine besten Opfer sucht der Teufel unter denen, die enttäuscht sind, weil sie meinten, der Himmel habe zu halten, was sie sich von ihm versprechen.
Die Heimat des Abenteuers ist die Fremde.
Wenn die Gemeinheit Genie hat und der Anstand Talent, ist der Anstand verloren.
Der Humor ist das bewusste Einatmen des Lebens, das nach dem Verhauchen nichts mehr fragt.
Welch Unglück, dass das gute Gewissen ein sanftes Ruhekissen ist. Solch Komfort lockt die Tugend, reichlich oft zu schlafen.
Die leisen Mahner in uns sind die besten Führer, sie finden den Weg, auch in Nacht und Nebel.
Träume verhauchen - und nackte, geschundene Menschen erwachen
Setze den Gott, mit dem du unzufrieden bist, immerhin ab, sorg aber für einen würdigeren Thronfolger.
Der Teufel des einen ist anständiger als der Gott des andern.
Das intellektuelle Talent stört oft wie ein Schnupfen die natürlichen Sinne und hindert sie, den Feind zu riechen.
An das Gewissen zu appellieren, geniert den, der es tut, beinahe mehr als den, der gemeint ist.
Die recht Frommen haben sogar ihren Gott, um den nächsten damit zu schikanieren.
Der Beruf ist der Weg, das Individuum auf eine Weise, die der Gesamtheit dient, vom Leben zum Tod zu bringen.